Ist Bier „bekömmlich“?

Der Streit geht weiter. Das Landgericht Ravensburg hat jüngst entschieden, dass Bier in einer Werbung nicht als bekömmlich beschrieben werden darf.

Ab dem 22.01.2016 streitet erneut der Verband Sozialer Wettbewerb, diesmal gegen eine Berliner Brauerei, ob das Wort „bekömmlich“ suggeriere, dass Bier für den Körper verträglich sei und somit die Gefahren des Alkohols herunterspiele.

Der Kläger und mit ihm das LG Ravensburg zogen bislang Parallelen zu einem Urteil des EuGH aus dem Jahr 2012, indem entschieden wurde, dass ein Winzer Begriffe wie „sanfte Säure“ oder „bekömmlich“ nicht in seiner Werbung benutzen darf, da es sich um gesundheitsbezogene Angaben i.S.d. Art 10 I der Verordnung Nr. 1924/2006 handle.

Dem EU-Recht nach dürfen Getränke mit einem Alkoholgehalt von 1,2 Prozent, oder mehr, nicht dahingehend beworben werden, dass sich Rückschlüsse auf eine Verbesserung des Gesundheitszustandes ziehen lassen.

Rechtsanwalt Stefan Brakel fasst zusammen: „Es bleibt also abzuwarten, wie es der Berliner Brauerei nun gelingen wird, das Landgericht Ravensburg von der „Bekömmlichkeit“ ihres Bieres zu überzeugen?“

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